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Erspüren Sie Ihre Gefühle !

 

Der Mensch strebt nach Individualität. Was bedeutet „Ich-Sein“ für jeden einzelnen ?

Jeder Organismus ist so einzigartig in seiner Erscheinung, seinen Fähigkeiten und vor allem seinen Empfindungen. Aussehen und Verhalten lassen sich leicht verändern, aber Gefühle sind unabänderlich vorhanden.

Spüren Sie, was Ihnen gut tut und was Sie verärgert ! Machen Sie sich ihre Gefühle bewusst und handeln Sie nach dem Instinkt, den Ihr Gefühl Ihnen aufzeigt.

In vielen Erfolgsgeschichten entscheidet das Bauchgefühl – unser tiefstes Inneres – unser Instinkt.

Aber wer kennt das Gefühl in sich wirklich, dass der Instinkt auslöst. Der Mensch assoziiert dieses Gefühl als negativ, da es ungewohnt-fremd ist. Dennoch stellen sich die meisten Instinkt-Entscheidungen, die mit einer Portion klarem Verstand gepaart sind, als positive Ergebnisse heraus.

Der Alltag beherrscht unser Streben derart, dass wir uns selbst nicht mehr kennen.

Gilt es Entscheidungen zu treffen, wissen wir oft nicht was wir tun sollen – auf den Kopf oder auf das Herz (das umgangssprachliche Bauchgefühl) hören.

Bedenken Sie, wie viele Eindrücke das Hirn permanent verarbeiten muss, wie „voll“ der Kopf ist, wenn man sich auf seine Aufgaben konzentriert. Das Gefühl ist da, unbeirrt – dieser Instinkt lässt sich nicht beeinflussen. Folgen Sie Ihrem Gefühl - leben Sie es !

 

Setzen Sie sich Anker

 

19:00 Uhr – eigentlich ist Feierabend – eigentlich müsste noch dies und das erledigt werden – der Akku ist leer, die Energie verbraucht – jeder Organismus hat seine Grenzen.

Prioritäten setzen – aber wonach ? Was geht am schnellsten, was ist am wichtigsten, wofür reicht meine Energie noch ?

Doch selbst wenn: alles braucht seine Zeit !

Der Blick schweift durch’s Büro: Vorbei am Kalender der Behindertenwerkstätte  – was würde ein Mensch mit Behinderung jetzt tun ? Sie scheinen immer so zufrieden und sind dennoch für unser Verständnis so enorm eingeschränkt. Ihre Lebenseinstellung wirkt problemlos und unbeschwert.

Der Blick schweift durch’s Büro: Vorbei an den bunten Glasvögeln in der Grünpflanze – Farbe erfrischt – jeder Vogel steht für ein besonderes Sommerwochenende zu hause. Zu Hause, das heisst Familie, liebe Menschen, die mir Halt geben.

Der Blick schweift durch’s Büro: Vorbei am Hochzeitsfoto – da gibt es jemanden, der immer für mich da ist, bei dem ich „ich“ sein kann.

Und jeden Abend wird mir beim „Blick durch’s Büro“ bewusst:

Da gibt es Dinge, die es Wert sind, Feierabend zu machen !

 

Schaffen Sie sich Inseln

 

NLP - Neuro-linguistisches-Programmieren

Programmieren - klingt mir zu technisch, aber Neuro - das klingt nach Medizin- das interessiert mich.

Von Geburt an wird das Gehirn programmiert mit allem was man lernt: Sprache, Erfahrungen, Gefühle... - alles nehmen die Nerven auf und leiten es zum Hirn weiter, in welchem es in den dafür zuständigen Arealen gespeichert wird. Neues Wissen wird permanent hinzugefügt, Eindrücke verarbeitet und Querverbindungen gebildet. Wir erinnern uns an einen einzigen Fakt und unzählig viele Gedanken bringen wir in Verbindung.

Stellen Sie sich vor, für jeden Bereich gibt es, ähnlich dem Computer, eine Datei mit Ordner, die sie anlegen und verwalten. Je nach Bedarf wird der entsprechende Ordner aufgerufen.

Machen Sie sich schöne Erfahrungen bewusst und legen Sie diese in Ihrem ganz persönlichen Gedächtnisspeicher separat ab.

 

Inzwischen kann ich mich nicht mehr konzentrieren und beginne, im Netz zu surfen oder schaue, was ich auf meinem PC mal wieder sortieren könnte - klicke mich von einer Datei zu nächsten. - So komm ich nicht weiter- davon ist die Arbeit nicht erledigt, aber irgendwie ist der Kopf nicht bei der Sache. Wo ist nur mein "Delete-Knopf" ? - Leider gibt es den nicht, aber eine kurze Pause - da ist doch noch mein persönlicher Ordner. Draussen wird es langsam Herbst und bei den letzten grünen Blättern fällt mir unser Grill-Picknick ein - unterwegs bei der Fahrradtour, am Ufer der Glatt - das hat gut getan - die Zweisamkeit geniessen, das Wasserrauschen, der Wind in den Bäumen und einfach abschalten.

Jetzt ist es 2 Minuten später und ich bin wieder bei meiner Aufgabe - also weiter geht's ! Was hat mich vorhin eigentlich alles beschäftigt ?  - Ich weiss es nicht mehr -egal.

 

Folgen Sie Ihrem Rhythmus

 

Neugeborene atmen vorzugsweise über den Bauch. Die Bauchdecke wird herausgestreckt, das Zwerchfell nach unten „gezogen“ und Atemluft strömt in die Lungen. Wird die Bauchdecke wieder entspannt, wölbt sich das Zwerchfell kuppelförmig und presst die Atemluft wieder hinaus.

Wie atmen Erwachsene ? In aller Regel über die Atemmuskulatur, welche den Brustkorb hebt und senkt. Dies ist wesentlich energieaufwendiger für den Organismus und bei Muskelverspannungen durch lange, sitzende Tätigkeiten eine enorme Belastung. Unter Stress wird die Atemfrequenz erhöht- wir atmen schneller – nun muss sich auch der Brustkorb schneller heben und senken.  Weiterhin führt Stress zu Beschwerden wie Reizmagen oder Reizdarm – Organe, die im Bauchraum lokalisiert sind.  

 

Abends liege ich im Bett und denke an die Neugeborenen – wie funktioniert das doch gleich ? Ich halte die Luft an und presse meinen Bauch vorsichtig heraus – ohne dass ich es beeinflussen kann, strömt Luft in meine Lungen. Ich entspanne mich und atme aus – gleich noch mal versuchen, ganz langsam und spüren, wie sich die Luft in meinem Oberkörper ausbreitet. Im Zen heisst es: 3 mal länger aus- als einatmen. Auch das versuche ich zu integrieren - anfangs erscheint es mir, als bekäme ich nicht genug Luft, aber nach ein paar Bauch- An- und Entspannungen breitet sich ein wohliges Gefühl in mir aus – irgendwann schlafe ich ein.

Im Bauchbereich – unserer Mitte – befindet sich das so genannte Sonnengeflecht – ein äusserst feinfühliges und komplexes Nervennetz, das für jede Entspannung dankbar ist.

 

Smiley-Tagebuch

 

Die meisten Menschen neigen dazu, negative Erfahrungen und Geschehnisse stärker zu bewerten und intensiver im Gedächtnis zu behalten, als Positives.

Sicher ist es Ihnen auch schon passiert, dass Ihnen in einer schwierigen Situation jemand sagt: „Ist doch nicht so schlimm !“ oder „Sieh doch mal das Gute daran !“

Das ist natürlich leichter gesagt als getan, erst recht wenn jedes Gefühl dagegen spricht. Und will die „Pechsträhne“ scheinbar überhaupt nicht enden, versuchen Sie es damit:

Zuerst einmal gönnen Sie sich täglich 5 Minuten (auf dem Nachhause-Weg, im Zug, beim Abendessen, es funktioniert sogar bei Routinearbeiten) und überlegen Sie sich, wie Sie sich an diesem Tag gefühlt haben !

Für diese Bewertung gibt es 3 Smilies: positiv, neutral, negativ

 

 

Sicher haben Sie nun noch einige Termine in Ihrer Agenda zu vermerken oder etwas nachzuschaun. Bei der Gelegenheit malen Sie doch Ihr Smiley in die Tagesspalte.

Schlagen Sie nach, wenn Sie sich besonders schlecht fühlen - Sie werden sehn: Alles relativiert sich !

Und vielleicht öffnet sich ja auch einer Ihrer ganz persönlichen Gedächtnisspeicher.

 

 


Sanfte-Klaenge / Gesundheitsfürsorge